INFRAROTSPEKTROSKOPISCHE ANALYTIK FÜR DIE PHARMABRANCHE – EIN SCHNELLER BLICK IN DIE TABLETTE

Das Infrarot (IR)-Mikroskop besitzt dank seines 16-fachen Sensors kurze Messzeiten.

Seit Anfang 2014 setzt unser Labor der Oberflächen- und Festkörperanalytik das neue Infrarot (IR)-Mikroskop ein, mit dem sich dank des 16-fachen Detektors neue Perspektiven bei der Analyse von organischen Verbindungen in der Pharmabranche eröffnen.

Molekular-Struktur einer Tablette erkennen

Mit den am Infrarot-Mikroskop entstehenden Bildern lassen sich wichtige Informationen zur Molekular-Struktur einer Tablette erhalten. Das Mikroskopieverfahren ist dabei besonders für die Untersuchung von Kohlenstoffverbindungen geeignet. So kann u. a. die gleichmäßige Verteilung von Wirkstoffen in Tabletten überprüft werden, die einen wichtigen Faktor bei der korrekten Medikation darstellt. Anhand der Farbgebung lassen sich chemische Verbindungen Schicht für Schicht mit einer Auflösung von bis zu zwei Mikrometer visualisieren. Damit misst das Gerät weit unterhalb der Haaresbreite und eignet sich sowohl als Erkennungsmethode von Wirkstoffkomponenten als auch zum Zweck der Qualitätsüberprüfung.

Alle Analysen sind so angelegt, dass sie schnell und zielgerichtet Ergebnisse liefern. So lässt sich beispielsweise innerhalb weniger Stunden die zweidimensionale Verteilung der Wirkstoffe statistisch erfassen.

Siehe Abbildung: Das IR-Mikroskop liefert ein farbiges, chemisches Verteilungsbild "Chemical Image" der prozentualen Flächenanteile der Einzelkomponenten. Innerhalb einer Messzeit von zwei Stunden liefern rund 65.000 Einzelspektren mit einer punktuellen Auflösung von zwei Mikrometern umfangreiche Materialinformationen. Die farbliche Darstellung verdeutlicht die Wirkstoffverteilung in der Tablette.

Interpretation von Analysedaten

Zudem beinhaltet ein Kundenauftrag bei Bedarf die Interpretation der Analysedaten bis hin zur Erstellung eines kompletten Gutachtens, denn immer häufiger spielten auch die Beratung sowie spezifische Markt- und Branchenkenntnisse eine entscheidende Rolle. Dank des Know-hows und der Erfahrung der oft schon seit vielen Jahren im Labor tätigen CURRENTA Mitarbeiter lassen sich im Zusammenspiel mit modernen Analysegeräten individuelle Kundenlösungen entwickeln.